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EinBlick: Erzbischöfliches Ordinariat

15.01.2018 um 16:00 Uhr

Die Erzdiözese von München und Freising ist eine Institution der Superlative: über 700 Pfarreien, 1,7 Millionen Gläubige und gut 16.000 Mitarbeiter, von der Pastoralreferentin bis zum Förster. Der größte Arbeitgeber nach dem Staat. „Mit seiner Errichtung im Jahr 739 kann man das Bistum wohl auch als ältesten Arbeitgeber in Bayern betrachten“, erzählt Pater Felix Meckl. Der Augustinermönch arbeitet im Fachbereich strategische Personalgewinnung, der in Kooperation mit dem Netzwerkbüro die „EinBlick“-Veranstaltung ausrichtet.

Dafür kamen gut 20 interessierte Studierende ins „neue“ Ordinariat in der Kapellenstraße, wo sie von Mitarbeitern des Ordinariats und dem Stellvertreter des Generalvikars, Klaus Peter Franzl, begrüßt wurden. Im Anschluss stellte Pater Felix Meckl das Ordinariat als Institution und Arbeitgeber vor.

So unterschiedlich die Menschen in der Diözese sind, so verschieden sind auch die Arbeitsbereiche im Ordinariat. Um bei einer solchen Vielfalt einen Überblick über die Möglichkeiten der Ordinariatsarbeit zu erlangen, hatten die Studierenden nach der Eröffnungspräsentation die Gelegenheit, in kleineren Gruppen einzelnen Mitarbeitern im Rahmen eines Speed-Datings Fragen zu ihrer Arbeit zu stellen. Besonders interessant war es dabei, etwas über den Werdegang einzelner Ordinariatsmitarbeiter in Erfahrung zu bringen. Da für die teils sehr verschiedenen Arbeitsbereiche auch unterschiedliche Fähigkeiten und Qualifikationen wesentlich sind, konnte jeder Speed-Dating Partner eine neue Geschichte erzählen. Eines wurde jedoch schnell klar: ein Theologiestudium stellt eine hervorragende Grundlage für die Arbeit in fast allen Bereichen dar.

Im Anschluss gab es bei Häppchen und Erfrischungen die Möglichkeit, die Gespräche aus den Speed-Datings zu vertiefen. Der Kommunikationschef des Ordinariats, Sebastian Walter, präsentierte außerdem die Schaltzentrale der Diözese und gab eine Führung durch das Gebäude. Seit 2016 wird die Diözese von hier aus zentral verwaltet und organisiert. Zuvor waren die einzelnen Büros des Ordinariats über die ganze Stadt verstreut. Im neuen Gebäude sollen kurze Wege die Kommunikation erleichtern und, die wie ein Campus gestaltete Anlage, die Gemeinschaft zwischen den Mitarbeitern fördern. Ein modernes Gebäude für ein modernes Ordinariat. Auch personell muss das Bistum mit der Zeit gehen und sich für Veränderungen öffnen, denn in den nächsten zwei Jahrzehnten werden rund ein Drittel der Seelsorger in den Ruhestand gehen. Der EinBlick ins Ordinariat zeigt, wie modern und fortschrittlich kirchliche Organisation auf höchster Ebene funktionieren kann.

DEBORdfiedlerAH FIEDLER (25)

„Das Ordinariat, das schaue ich mir mal an, hab ich mir gedacht. Ich habe Religion auf Lehramt fürs Gymnasium studiert und werde auch ins Referendariat gehen. Dafür musste ich auch ins Ordinariat und mich vorstellen. Das letzte Mal wurde ich ausgequetscht, aber heute durfte ich selbst mal ausquetschen und das hat mir gefallen. Dabei haben mich vor allem die Erwachsenenbildung und die Öffentlichkeitsarbeit der Diözese interessiert.“

SABRINA NIEHENKE (29)sniehenke

„Ich bin hier eine der wenigen, die keine Pastoralreferentin ist. Nach meiner Ausbildung zu Erzieherin habe ich letztendlich Theologie studiert und bin jetzt Religionspädagogische Leiterin der katholischen Schule St. Matthias in Waldram. Ich glaube, die Theologen von morgen müssen vor allem mutig sein. Sie müssen Traditionen kritisch begegnen und sie zugleich wertschätzen. Vor allem müssen sie aber lernen von Gott zu sprechen. Aber auch die Kirche muss an sich arbeiten und versuchen ästhetischer zu werden.“

mpollockMATHIAS POLLOCK (59)

„Das Ziel dieses Tages war es zu zeigen, dass die kirchliche Verwaltung die Themen unserer Gesellschaft und die Menschen darin abbildet. Wer heute hier war und die Gelegenheit genutzt hat, das System Kirche kennenzulernen, hat vielleicht auch Themen entdeckt, die für einen selbst im Ordinariat interessant sind. Aus personeller Sicht sind Theologie und die Menschen, die sich damit auseinandersetzen, extrem wertvoll. Ein guter Einstieg ist zum Beispiel ein Praktikum bei uns im Haus.“

ANNIKA WOITICH (23)awoitich

„Ich bin heute hierhergekommen, um meinen Horizont etwas zu erweitern. Dabei interessiert mich die kategoriale Seelsorge besonders. Das Theologiestudium ist so vielseitig und heute habe ich gesehen, dass das Ordinariat es auch ist. Beim Speed-Dating sind mir gleich drei Pastoralreferenten gegenüber gesessen, als jemand der diese Ausbildung auch macht, hat man da schon ein gutes Gefühl."

 

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